Lazarus

„Lazarus!... Lazarus steh auf!... Lazarus!“

Lass mich in Frieden du Idiot
Hör auf zu schreien
Wer sagt dass ich noch mal zurück will
Könnt es sein
Dass mir die Ruhe hier gefällt und ich nicht aufstehen will
Dass ich erlöst bin und nichts brauch
Schon gar nicht das Gefüh
Von dir missbraucht zu werden
Ich dein nächster Clou
Ein Wunder für die Zweifler
Lass mich bloß in Ruh
Ich war ein Freund
Und ein Verräter du

Ist das die Freundschaft die du mir
Geschworen hast
Ist das der Preis für deinen Kuss
Und für den Spaß
Den du mit meinen Schwestern und den du mit mir gehabt
Dass ich nun aufstehen muss in dem Gestank
Von diesem GrabDass ich mit fauler Hau
Vor all den Menschen steh
Und nichts als Sensationsgier
In den Augen seh
Die brauchst du dass der letzte Zweifler auch noch glaubt an dich
Doch sag mir Freund
Wer denkt denn hier an mich

Ich werd` den Fisch beneiden der
Am Markte liegt
Der silbern sterben durft und der
Den Lärm besiegt
Von den Verrückten die nur alle leben um zu schrein
Die sich mit Krach umgeben um nur nicht
Allein zu sein
Und die sich fürchten
Vor dem frieilich schönen Ort
Wo alles nichts ist jedes Bild
Und jedes Wort
Wo alles Schwere von dir abfällt und du nichts vermisst
Wo dich die Ruhe küsst wo du
Geborgen bist

Text: Georg Clementi nach Kurze Story meiner Auferweckung von Thomas Hürlimann, DIE ZEIT Nr. 13 vom  26. März 2015 

Musik: Georg Clementi / Sigrid Gerlach / Tom Reif

Sigrid Gerlach: Akkordeon
Tom Reif: Gitarre und alle anderen Instrumente

Lied anhören

Zeit Artikel lesen